Envy Of None – Stygian Wavz – Album Review

Envy Of None – Stygian Wavz
Herkunft:
USA / Kanada
Release:
28.03.2025
Label: Kscope Music
Dauer:
44:58
Genre:
Alternative Rock / Shoegaze


Foto Credit: Richard Sibbald

Während die Rufe nach einem gemeinsamen Projekt der beiden verbliebenen Mitglieder von Rush nicht verhallen, geht Alex Lifeson mit seinen Mitstreitern den eingeschlagenen Weg mit Envy Of None und veröffentlichen nun ihr zweites Album mit dem etwas sperrig anmutenden Namen Stygian Wavz.

Personell hat sich gegenüber dem selbstbetitelten Album nichts geändert. Und obwohl Lifeson sicherlich das bekannteste Mitglied der Kombo ist, fügt er sich hier nahtlos in das Ensemble ein. Musikalisch zu erwähnen sind hier wieder einmal die emotional gesäuselt-gehauchten Gesänge von Maiah Wynne.

Mit Not Yead Yet, HIER das Video dazu, zeigt der Opener den Weg zu einem vielschichtigen, aber optimistischen Album.
Under The Stars ist eine angenehm fließende Halbballade. Das funkige Thrill Of The Chase springt als erster Song ein wenig aus dem Rahmen, es wirkt deutlich lebendiger als die oft melancholisch darherkommenden Halbballaden. Raindrops und Clouds haben einen deutlicheren 1980s Verve als der Rest des Albums. Wobei dieser, wie auch schon auf dem ersten Werk, überall merklich hörbar ist. Dafür sind die Herren dieser Band schon lange genug im Geschäft und haben sich musikalisch entsprechend sozialisiert und vor allem mitgeprägt. 

Routiniertes Zweitwerk mit samtiger Stimme

Vor allem Lifeson hat mit seiner alten Stammband stilistisch viel mitgemacht. Da ist es umso erfreulicher, dass das hier gesetzte Songmaterial, auch dank der jungen Sängerin, sehr frisch wirkt und sich alle Mitglieder durch außerspektrale Songideen mitreißen lassen, wie in New Trip.

Dennoch geht den Songs trotz der mitunter recht intimen Vokalarbeit eine gewisse Melancholie nicht ab. Die Songeinfälle sind insgesamt gut, ein bißchen mehr Abwechslung vor allem im instrumentalen Bereich hätte man hier durchaus erwarten können. Marginale Unterschiede zum ersten Album in Sachen Produktions- oder Songqualität sind eher nicht auszumachen. Gespräche über eine Tour laufen bereits. Hier und mit einem noch fiktiven Nachfolger sollte man gegen die Abnutzungserscheinungen im Sound vorgehen. Auf Stygian Wavz besteht allerdings noch keine Gefahr.


Fazit
Envy Of None bringen mit Stygian Wavz ein routiniertes Zweitwerk heraus, das eine erfreuliche Weiterentwicklung zum Erstling konstatiert, den Hörer allerdings für die Zukunft auf eine Weichenstellung hoffen lässt. 8 / 10

Line Up
Alf Annibalini – Gitarren, Keyboards, Programmierung
Andy Curran – Bass, Programmierung, Gitarren, Hintergrundgesang, Stylophone
Alex Lifeson – Gitarren, Mandola, Banjo, Programmierung
Maiah Wynne – Gesang, Hintergrundgesang, Keyboards

Tracklist
01. Not Dead Yet
02. The Story
03. Under The Stars
04. Thrill Of The Chase
05. Handle With Care
06. That Was Then
07. Raindrops
08. New Trip
09. Clouds
10. The End
11. Stygian Waves

Links
Facebook Envy Of None
Webseite Envy Of None


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